Kollagenhydrolysat einfach erklärt. Erfahre, was Kollagenhydrolysat ist, wie es hergestellt wird, worin der Unterschied zu Gelatine liegt und was aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen.
Kollagenhydrolysat ist aufgespaltenes Kollagen. Durch einen speziellen Herstellungsprozess – die Hydrolyse – werden lange Kollagenfasern in kleinere Kollagenpeptide zerlegt. Dadurch löst sich Kollagenhydrolysat gut in Flüssigkeiten und wird häufig als Zutat in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet. In diesem Ratgeber erfährst du einfach erklärt, was Kollagenhydrolysat ist, wie es hergestellt wird und worin die Unterschiede zu Gelatine und natürlichem Kollagen liegen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Kollagenhydrolysat ist aufgespaltenes Kollagen.
- Durch die Hydrolyse entstehen kleinere Kollagenpeptide.
- Kollagenhydrolysat löst sich gut in kalten und warmen Flüssigkeiten.
- Kollagenhydrolysat wird häufig als Zutat in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet.
- Gelatine und Kollagenhydrolysat unterscheiden sich in ihrer Herstellung und ihren Eigenschaften.

Was ist Kollagenhydrolysat?
Kurz erklärt
Kollagenhydrolysat ist Kollagen, das durch einen speziellen Herstellungsprozess in kleinere Eiweißbausteine aufgespalten wurde. Diese kleineren Bestandteile werden Kollagenpeptide genannt. Sie lösen sich besonders gut in Flüssigkeiten und werden deshalb häufig in Kollagenpulvern verwendet.
Kollagenhydrolysat ist eine bestimmte Form von Kollagen
Der Begriff Kollagenhydrolysat klingt zunächst kompliziert. Tatsächlich beschreibt er jedoch lediglich eine bestimmte Form von Kollagen.
Kollagen selbst ist das am häufigsten vorkommende Strukturprotein des menschlichen Körpers. Es kommt unter anderem in Haut, Knochen, Knorpeln, Sehnen und Bändern vor. Für die Verwendung in Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln wird Kollagen häufig weiterverarbeitet.
Dabei kommt ein Verfahren zum Einsatz, das Hydrolyse genannt wird. Während dieses Prozesses werden die langen Kollagenfasern in deutlich kleinere Eiweißbestandteile zerlegt. Das Ergebnis wird als Kollagenhydrolysat bezeichnet.
Diese kleineren Bestandteile werden häufig auch Kollagenpeptide genannt.
Durch diese Verarbeitung verändert sich nicht die Herkunft des Kollagens, sondern seine Struktur. Dadurch löst sich Kollagenhydrolysat in der Regel besonders gut in Wasser, Kaffee, Tee oder Smoothies und ist geschmacksneutral.
Aus diesem Grund wird Kollagenhydrolysat heute häufig als Zutat in hochwertigen Kollagenpulvern verwendet – beispielsweise auch im NuVibe® Premium Kollagen, das auf hochwertigem Kollagenhydrolysat vom Weiderind basiert.

Was bedeutet Hydrolyse?
Kurz erklärt
Hydrolyse bedeutet, dass große Moleküle mithilfe von Wasser und natürlichen Enzymen oder anderen geeigneten Verfahren in kleinere Bestandteile zerlegt werden.
Hydrolyse von Kollagen
Das Wort Hydrolyse stammt aus dem Griechischen und bedeutet sinngemäß „mit Wasser aufspalten“.
Bei der Herstellung von Kollagenhydrolysat werden die langen Kollagenfasern gezielt in kleinere Kollagenpeptide zerlegt. Dadurch verändern sich die physikalischen Eigenschaften des Kollagens.
Man kann sich diesen Prozess wie eine lange Perlenkette vorstellen. Die Perlen bleiben dieselben – die lange Kette wird jedoch in mehrere kürzere Stücke geteilt.
Genau das passiert auch bei der Hydrolyse.
Die Aminosäuren des Kollagens bleiben erhalten. Lediglich die langen Eiweißketten werden verkürzt.
Dadurch entsteht das feine Pulver, das heute in vielen Kollagenprodukten verwendet wird.
Wie wird Kollagenhydrolysat hergestellt?
Kollagenhydrolysat wird aus kollagenreichen tierischen Rohstoffen gewonnen. Je nach Hersteller können beispielsweise Rinder, Schweine oder Fische als Ausgangsmaterial dienen.
Im ersten Schritt wird das natürliche Kollagen aus dem Bindegewebe gewonnen. Anschließend wird dieses Kollagen gereinigt und kontrolliert verarbeitet.
Im nächsten Schritt erfolgt die Hydrolyse. Dabei werden die langen Kollagenfasern in kleinere Kollagenpeptide zerlegt. Abschließend wird das Kollagenhydrolysat getrocknet und zu einem feinen Pulver verarbeitet.
Bei hochwertigen Produkten achten Hersteller zusätzlich auf:
- kontrollierte Rohstoffauswahl
- gleichbleibende Qualität
- regelmäßige Laboranalysen
- gute Löslichkeit
- neutralen Geschmack
Aus diesen Gründen unterscheiden sich Kollagenprodukte verschiedener Hersteller teilweise deutlich.

Woraus wird Kollagenhydrolysat gewonnen?
Kurz erklärt
Kollagenhydrolysat wird aus kollagenreichen tierischen Rohstoffen hergestellt. Je nach Produkt stammen diese Rohstoffe beispielsweise vom Rind, Schwein, Huhn oder Fisch. Welcher Rohstoff verwendet wird, hängt vom jeweiligen Hersteller und dem Produkt ab.
Jede Kollagenquelle besitzt ihre eigenen Eigenschaften
Kollagen kommt natürlicherweise ausschließlich im Tierreich vor. Es ist ein wichtiger Bestandteil von Haut, Knochen, Knorpeln, Sehnen und Bändern. Aus diesen kollagenreichen Geweben wird das Ausgangsmaterial für die Herstellung von Kollagenhydrolysat gewonnen.
Am häufigsten stammen Kollagenhydrolysate aus:
- Rind
- Schwein
- Fisch
- Geflügel
Jede Kollagenquelle besitzt ihre eigenen Eigenschaften. Deshalb geben viele Hersteller die Herkunft ihres Kollagens transparent an.
Beim NuVibe® Premium Kollagen wird ausschließlich hochwertiges Kollagenhydrolysat vom Weiderind verwendet. Die Rohstoffherkunft ist transparent nachvollziehbar und die Herstellung erfolgt unter hohen Qualitätsstandards in Deutschland.
Unabhängig von der Herkunft gilt: Entscheidend für die Qualität eines Kollagenhydrolysats sind unter anderem die Rohstoffqualität, die Verarbeitung, regelmäßige Qualitätskontrollen und eine nachvollziehbare Herkunft.

Kollagen oder Kollagenhydrolysat – wo liegt der Unterschied?
Viele Menschen verwenden die Begriffe Kollagen und Kollagenhydrolysat als Synonyme. Tatsächlich beschreiben sie jedoch unterschiedliche Dinge.
Kollagen ist das natürliche Strukturprotein, das im Körper sowie in tierischem Bindegewebe vorkommt. Es besteht aus langen Eiweißfasern, die dem Gewebe Stabilität verleihen.
Kollagenhydrolysat entsteht erst durch die Hydrolyse. Dabei werden diese langen Fasern in kleinere Kollagenpeptide zerlegt.
Der wichtigste Unterschied liegt deshalb nicht in der Herkunft, sondern in der Verarbeitung.
| Kollagen | Kollagenhydrolysat |
|---|---|
| Natürliches Strukturprotein | Hydrolysiertes Kollagen |
| Lange Kollagenfasern | Kleine Kollagenpeptide |
| Bestandteil von Haut, Knochen und Knorpeln | Häufige Zutat in Nahrungsergänzungsmitteln |
| Schlechter löslich | Sehr gut löslich |
Man kann sich den Unterschied wie bei einem langen Seil vorstellen. Das Seil besteht weiterhin aus demselben Material – wird jedoch in viele kürzere Stücke geteilt.
Gelatine oder Kollagenhydrolysat – was ist der Unterschied?
Gelatine und Kollagenhydrolysat stammen beide aus Kollagen. Trotzdem unterscheiden sie sich deutlich.
Gelatine entsteht durch die teilweise Aufspaltung von Kollagen. Beim Abkühlen bildet sie eine gelartige Masse und wird deshalb häufig in Lebensmitteln wie Götterspeise, Tortenguss oder Gummibärchen verwendet.
Kollagenhydrolysat wird dagegen weiter hydrolysiert. Dadurch entstehen deutlich kleinere Kollagenpeptide.
Das hat praktische Vorteile:
- sehr gute Löslichkeit
- kein Gelieren
- geschmacksneutral
- einfache Verwendung in Getränken
| Gelatine | Kollagenhydrolysat |
|---|---|
| Bildet Gelee | Bildet kein Gelee |
| Dickflüssig | Dünnflüssig |
| Schlechter löslich | Sehr gut löslich |
| Zum Kochen und Backen | Für Getränke und Nahrungsergänzung |
Aus diesem Grund verwenden hochwertige Kollagenpulver heute fast ausschließlich Kollagenhydrolysat.

Was sind Kollagenpeptide?
Kurz erklärt
Kollagenpeptide sind kleine Eiweißbausteine, die bei der Hydrolyse von Kollagen entstehen.
Kollagenpeptide sind kleine Eiweißstücke
Während der Hydrolyse werden die langen Kollagenfasern in viele kleinere Abschnitte zerlegt. Diese kleineren Eiweißstücke bezeichnet man als Kollagenpeptide.
Deshalb liest man auf Verpackungen häufig verschiedene Begriffe:
- Kollagenhydrolysat
- Hydrolysiertes Kollagen
- Kollagenpeptide
Im Alltag werden diese Bezeichnungen häufig synonym verwendet. Streng genommen beschreiben sie jedoch unterschiedliche Ebenen desselben Herstellungsprozesses.
Man kann sich das wie ein langes Puzzle vorstellen:
- Das vollständige Puzzle entspricht dem Kollagen.
- Die einzelnen zusammengesetzten Abschnitte entsprechen den Kollagenpeptiden.
- Das gesamte Produkt nach der Aufspaltung nennt man Kollagenhydrolysat.
Was sagt die Wissenschaft?
Kollagenhydrolysat gehört heute zu den am häufigsten untersuchten Formen von Kollagen in der Ernährungswissenschaft. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Studien veröffentlicht, die sich mit unterschiedlichen Fragestellungen beschäftigen.
Dabei untersuchen Forschende unter anderem:
- Kollagenhydrolysat und Haut
- Kollagenhydrolysat und Gelenke
- Kollagenhydrolysat im Sport
- unterschiedliche Dosierungen
- verschiedene Kollagenquellen
- Unterschiede zwischen Kollagenhydrolysat und Gelatine
Nicht alle Studien kommen zu denselben Ergebnissen. Das liegt unter anderem daran, dass sich Studiendesign, Teilnehmerzahl, Dauer und verwendete Produkte unterscheiden können.
Deshalb betrachten Wissenschaftler nicht nur einzelne Studien, sondern auch systematische Übersichtsarbeiten und Metaanalysen. Diese fassen mehrere hochwertige Studien zusammen und ermöglichen eine umfassendere Einordnung der wissenschaftlichen Erkenntnisse.
Im NuVibe® Magazin ordnen wir wissenschaftliche Ergebnisse verständlich ein und erklären, was sie bedeuten – ohne über die Studienlage hinausgehende Aussagen zu treffen.

Häufige Fragen zu Kollagenhydrolysat
Was ist Kollagenhydrolysat?
Kollagenhydrolysat ist aufgespaltenes Kollagen. Durch die Hydrolyse werden lange Kollagenfasern in kleinere Kollagenpeptide zerlegt. Dadurch löst sich Kollagenhydrolysat besonders gut in Flüssigkeiten und wird häufig in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet.
Ist Kollagenhydrolysat dasselbe wie Kollagen?
Nein. Kollagen ist das natürliche Strukturprotein. Kollagenhydrolysat entsteht erst durch die Hydrolyse, bei der das Kollagen in kleinere Peptide aufgeteilt wird.
Ist Kollagenhydrolysat Gelatine?
Nein. Beide werden zwar aus Kollagen hergestellt, unterscheiden sich aber deutlich in ihren Eigenschaften. Gelatine bildet beim Abkühlen ein Gel, Kollagenhydrolysat dagegen nicht und löst sich leicht in Getränken.
Was bedeutet hydrolysiert?
Hydrolysiert bedeutet, dass ein Stoff in kleinere Bestandteile aufgespalten wurde. Bei Kollagenhydrolysat werden dabei lange Kollagenfasern in kleinere Kollagenpeptide zerlegt.
Woraus besteht Kollagenhydrolysat?
Kollagenhydrolysat besteht aus Kollagenpeptiden, die aus natürlichem Kollagen gewonnen werden. Ausgangsmaterial sind kollagenreiche tierische Gewebe wie Haut, Knochen oder Knorpel.
Gibt es pflanzliches Kollagenhydrolysat?
Nein. Kollagen kommt ausschließlich im Tierreich vor. Daher gibt es auch kein natürliches pflanzliches Kollagenhydrolysat.
Hast du noch mehr Fragen zu Kollagen und Kollagenhydrolysat? In unserem großen Kollagen FAQ mit 50+ Fragen und Antworten zu Kollagen findest du bestimmt die passende Antwort.
Zusammenfassung
Kollagenhydrolysat ist eine speziell verarbeitete Form von Kollagen. Durch die Hydrolyse werden lange Kollagenfasern in kleinere Kollagenpeptide aufgespalten, wodurch sich das Pulver besonders gut in Flüssigkeiten löst. Aus diesem Grund wird Kollagenhydrolysat häufig in hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln verwendet.
Im Gegensatz zur Gelatine geliert Kollagenhydrolysat nicht und eignet sich daher gut für Kaffee, Tee, Smoothies oder andere Getränke. Je nach Produkt stammt das Kollagenhydrolysat beispielsweise vom Rind, Fisch oder Geflügel. Wichtig sind dabei vor allem eine hochwertige Rohstoffauswahl, transparente Herkunft und sorgfältige Verarbeitung.
Im NuVibe® Blog erklären wir wissenschaftliche Themen rund um Kollagen, Kollagenhydrolysat, Ernährung und Gesundheit verständlich und evidenzbasiert. So möchten wir dir helfen, Begriffe wie Kollagen, Kollagenpeptide oder Hydrolyse richtig einzuordnen und fundierte Entscheidungen zu treffen.

Schreibe einen Kommentar